Meine Geschichte

1985

„Wenn ich groß bin, werde ich Kellnerin.“ Das stand bereits fest, noch während meine Familie und ich in einem Restaurant saßen, in dem ich vor allen anderen die volle Aufmerksamkeit der Servicekraft, ein Lächeln, eine Kinderkarte und Buntstifte bekam. Damals war ich zehn. Und ich wollte genau so sein wie sie.

1991 – 2009

Gesagt, getan. Mit 14 ein Praktikum im Fünf-Sterne-Hotel, mit 16 in die Ausbildung zur Restaurantfachfrau.

Die nächsten 15 Jahre zog ich quer durch die Republik und arbeitete. Mein erstes Restaurant leitete ich mit 21 und hatte über 20 Mitarbeiter, die sich auf mich verließen. Ich scheiterte kläglich, denn ich versuchte, mich an den Führungskräften zu orientieren, die ich bis dahin selbst erlebt und beobachtet hatte. Keine gute Idee. Ich hatte „eine Autorität sein“ mit „autoritär sein“ verwechselt. Ich änderte mein Verhalten, gestand mir selbst und anderen ein, dass das Beste geben nicht immer das Beste tun heißt. Dass ich unerfahren in der Führungsrolle war, Fehler machte und Unterstützung brauchte. Und jetzt kommt’s: Man unterstützte mich. Einfach so. Komisch, oder?

Bis hin zur Geschäftsführung habe ich bis Ende 2009 so ziemlich alle Stationen und Positionen in der Gastronomie und Hotellerie besetzt – Neueröffnungen, Um- und Neustrukturierungen, Planungen, alles dabei.

2010

Nachdem ich für ein paar Wochen die Finger aus der Steckdose genommen und überlegt hatte, wer ich jetzt beruflich überhaupt sein will, kam mein jetziger Job ganz von selbst (und wegen eines Stücks Apfelkuchen, zweier Polizisten, einer Bäckerei-Fachverkäuferin und einer Durchsage im Bremer Hauptbahnhof, aber das ist eine andere Geschichte).

Ich machte die ISO-zertifizierte Ausbildung zur Trainerin und eine Suggestopädie-Ausbildung und arbeite mit allen möglichen Menschen, in allen möglichen Unternehmen, Hierarchieebenen und Branchen. Spannender geht’s im Moment wohl nicht.

2016

In meiner Arbeit als Trainerin habe ich gemerkt, dass sowohl meine Teilnehmer als auch ich immer wieder an eigene oder kollektive Grenzen stießen und stoßen: Unterschiedliche Erfahrungen, Kulturen, Traditionen, Wertvorstellungen, Vorannahmen und so weiter.

Ich wollte wissen, wie ich als Unterstützende und Verbündete noch besser in meiner Rolle als Trainerin werden kann und habe eine Coaching-Ausbildung bei zwei wunderbaren Coaches gemacht – und dabei auch noch mit ziemlich vielen tollen Leuten gemeinsam gelernt, erforscht und erkundet, was (mir) wichtig ist, was bewegt und antreibt. Davon profitieren jetzt alle.

Seit 2018

Seit 2018 biete ich Coachings für Führungskräfte, insbesondere Frauen, an.

Und wir haben mit einigen Coaches vor einem Jahr eine Community gegründet.

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